Webdesign und Webentwicklung mit WordPress, TYPO3 oder Contao?

Welches CMS-System ist das Beste?

Bild: Welches Content Management System ist das beste zur Erstellung von Websites
Welches Content Management System ist das beste zur Erstellung von Websites

WordPress, TYPO3 oder Contao?

Alles nur ein Werkzeug!

Häufig werden wir von Kunden gefragt, was aus unserer Sicht das beste CMS-System zur Erstellung von Websites ist. Diese Frage kann pauschal nur falsch beantwortet werden, denn es ist ein bisschen als würden Sie einen Handwerker fragen welche die beste Bohrmaschine ist. Abhängig davon ob Sie Heimwerker sind, Zimmerer oder einen Flughafen bauen sollen, werden sich die Ansprüche an ihr Werkzeug verändern.

Unsere Empfehlung:

Das Content-Management-System sollte den Anforderungen Ihres Projekts folgen und nicht Trends oder persönlichen Vorlieben!

Dies setzt im Umkehrschluss allerdings voraus, dass Sie sich vor dem Start Ihres Website-Projektes überlegen, was für Sie hinsichtlich Design, Technik, Funktionalität und Budget infrage kommt.

Bei Federkiel & Partner fällt die Entscheidung, ob es WordPress, TYPO3 oder Contao werden soll, meist nach dem Kickoff-Workshop, in dem die wichtigsten Design- und Technik-Anforderungen festgelegt werden.

Was denn jetzt? WordPress, TYPO3 oder Contao?

Um nun endlich die Frage zu beantworten, welches CMS-System für Webdesign und Webentwicklung nun das Beste ist, hier ein neutraler Erklärungsversuch.

WordPress:

Webdesign und Webentwicklung mit WordPress

Ich beginne bewusst mit WordPress, denn es ist weltweit, mit über 60% Marktanteil im CMS-Markt, der absolute Marktführer. Knapp 15 % aller Websites der Welt (ca. 10 Millionen) basieren auf WordPress und das WordPress-Plugin Directory listet über 55.000 Plugins.

Entwickelt wurde WordPress ursprünglich von Matt Mullenweg und Mike Little, die beschlossen, ihre eigene Lösung zu entwickeln als die Blog-Software b2/cafelog eingestellt wurde. Seitdem haben Mullenweg als auch Little – und viele weitere Open-Source-Mitarbeiter! – WordPress wesentlich weiterentwickelt. WordPress basiert auf PHP und MySQL und ist unter der GPLv2 lizenziert, was bedeutet, dass es für jedermann frei verwendbar und modifizierbar ist. Recherchiert man im Internet so wird der gesamte, kollaborative Entwicklungs-Aufwand für WordPress auf über 150 Jahre angegeben, mit geschätzten Kosten von über 8 Millionen Dollar.

WordPress: Segen und Fluch zugleich

WordPress ist aus unserer Sicht gerade für kleinere Webprojekte hervorragend geeignet, da die Entwicklung eigener Erweiterungen, aufgrund der unzähligen Plugins nur selten nötig ist. Somit sind WordPress-Seiten relativ günstig zu erstellen. Allerdings mit den, aus unserer Sicht, drei sehr großen Nachteilen, die unbedingt bedacht werden sollten:

1:
WordPress ist das größte CSM und somit auch der Liebling der Hacker. Das laufende einspielen von Updates ist erforderlich, um das System abzusichern.

2:
WordPress benötigt Plugins, bereits für kleine und einfache Websites. Dazu gehören z. B. das berühmte Jost-SEO-Tool oder der Gutenberg Editor. Dann noch eine Erweiterung für Formulare und E-Commerce etc. Nun garantiert Ihnen aber niemand, ob all diese Plugins auch noch nach einem WordPress-Update funktionieren.

3:
DSGVO und rechtliche Komponenten. Niemand kann Ihnen genau sagen, welche Daten mit den installierten Plugins verarbeitet werden und ob diese auf Servern in Drittländern (dazu zählt auch die USA) landen. Als Betreiber Ihrer Website müssen Sie die Daten Ihrer Website-Besucher schützen und sicherstellen, dass diese Daten nach DSGVO verarbeitet werden. Mit WordPress ist dies genaugenommen kaum machbar. Wer das nicht glaubt, sollte mal einen Fachanwalt fragen, was die rechtliche Prüfung einer WordPress-Seite kostet, im Vergleich zu Contao oder TYPO3.

 

Aus diesen drei genannten Gründen, arbeiten wir als Online-Agentur nur mit großen, kommerziellen Anbietern für Templates und Erweiterungen.

Diese stellen in ihrem eigenen Funktions-Kosmos die Funktionalität sicher und ermöglichen eine höhere Transparenz hinsichtlich Datensicherheit. Allerdings können wir aus Haftungsgründen WordPress Websites nur mit Wartungsverträgen anbieten oder müssen mit dem Kunden, nach der Übergabe des Projekts eine schriftliche Vereinbarung, zur Übertragung der Haftung an den Kunden unterzeichnen.

Fazit:

Webdesign und Webentwicklung mit WordPress

Wer sich der technischen und rechtlichen Komponenten bewusst ist und bereit ist, seine Website regelmäßig zu warten, erhält mit WordPress ein einfaches und wirtschaftliches System, das kaum einen Wunsch offen lässt. Wir verwenden es, aus oben genannten Gründen, meist für kleinere und einfache Projekte.

Vorteile WordPress:
+ Flexibilität
+ Preis
+ Einfachheit
+ Großes Netzwerk an Entwicklern

Nachteile WordPress
- Sicherheit
- Performance
- Viele Fehlerquellen                 

Aktuelle Referenzen
basierend auf WordPress:


https://www.osteopathie-ausbildung.de/

https://www.nadja-satzger.de/

TYPO3:

Webdesign und Webentwicklung mit TYPO3

Der Däne Kasper Skårhøj gilt als Erfinder und ehemalige Chefentwickler des Open-Source-Content-Management-Systems TYPO3. Nach einem abgebrochenen Ingenieurstudium arbeitete er als selbstständiger Webdesigner und begann 1997 TYPO3 für seine Kunden zu entwickeln. Im Jahr 2007 gab er die Position des Chefentwicklers von TYPO3 an Michael Stucki ab und widmete sich anderen Aufgaben. 2007 bis 2015 wurde TYPO3 von zwei Kernentwicklungsteams laufend weiterentwickelt.

Ein Team kümmerte sich um das „TYPO3 CMS“ das andere um das neuere „TYPO3 Neos“. 2015 trennte sich allerdings Neos von der TYPO3-Association und wird seitdem als eigenes Produkt weiterentwickelt.

Recherchiert man im Netz, so wird von etwa 300.000 TYPO3-Installationen gesprochen, überproportional viele davon im deutschen Sprachraum. Mit derzeit über 5000 Erweiterungen zählt TYPO3 zu den Top-CMS-Systemen am Open-Source Markt.

TYPO3: Schnell, sicher, sauber aber nicht so „Klicki-Bunti“

TYPO3 bietet vor allem für die Umsetzung größerer, mehrsprachiger Websites mit vielen Redakteuren hervorragende Performance. Die hohen Sicherheitsstandards und der saubere Quellcode, so wie eine eher restriktive Versions-Strategie der Comunity macht TYPO3, gerade in den IT-Abteilungen des Mittelstands, zum absoluten Lieblings-System. TYPO3 gilt als sehr stabiles und sicheres CMS und besteht auch die kritischen Prüfungen durch IT-Fachanwälte oder die Legal-Abteilung. Eine sauber programmierte TYPO3-Seite ist extrem schnell und daher bestens geeignet für aktive Suchmaschinen-Optimierung (SEO).

Redakteure die aus einer Drag & Drop „Klicki-Bunti-Welt“ kommen, dürften erst einmal ihre Mühe haben, sich an die eher starre Struktur des TYPO3-Backends zu gewöhnen. Wer sich allerdings darauf einlässt, profitiert von Struktur und Sicherheit. Gerade bei Seiten mit vielen Inhalten wird man dies lieben lernen.
Seit einiger Zeit gibt es auch TYPO3 mit fertigen Template-Sets. Wir bieten z. B. Sets auf Basis von Bootsrap an. Dadurch bietet sich TYPO3 jetzt auch für die schnelle Budget-Umsetzung von Websites an und steht WordPress oder Contao hinsichtlich des Templatings in nichts nach.

Fazit:

Webdesign und Webentwicklung mit TYPO3

TYPO3 sehen wir als beste Lösung für content-lastige Websites mittelständischer Unternehmen, die Aspekte wie Sicherheit, Mehrsprachigkeit und Performance erfüllen müssen.

Vorteile TYPO3:
+ Sicherheit
+ Planungssicherheit (Versionszweige)
+ Performance
+ Stabilität

Nachteile TYPO3
- Einfachheit
- Flexibilität
- Komplex in der Entwicklung

CONTAO:

Webdesign und Webentwicklung mit CONTAO

Contao CMS wurde 2006 von Leo Feyer veröffentlicht, damals noch unter dem Namen TYPOlight. Er setzte von Anfang an auf ein flexibles Open Source System für kleine und große Websites, auf Barrierefreiheit und aktuelle Webstandards. 2010 erfolgte die Umbenennung von TypoLight zu Contao, um nicht fälschlicherweise mit TYPO3 in Verbindung gebracht zu werden.

Seither versammelt sich unter der Contao-Community eine sehr aktive Entwickler-Gemeinde. Inzwischen wurden ca. 160.000 Websites mit Contao CMS realisiert. Bei Contao handelt es sich um ein klassisches Web-Content-Management-System. Das Thema Social Publishing bzw.

Blog Publishing steht eher im Hintergrund, es sind aber sehr leistungsfähige Blog-Erweiterungen verfügbar. Contao basiert auf PHP und MySQL, und dem Symfony Webframework.

Contao: Agil, planungssicher und einfach

Bei der Auswahl eines geeigneten CMS-Systems steht häufig das Thema Planungssicherheit und Agilität an vorderster Stelle. Dies verstand man bei Contao und definierte 2011 hierfür klare Richtlinien: Dazu zählen z. B. Regelungen zur Abwärtskompatibilität, eine Verfeinerung der Veröffentlichungszyklen und feste Release-Termine. Mit der Version 2.11 führten die Contao-Entwickler außerdem den Long-Term Support (LTS) für das jeweils aktuelle Release ein.

Standardmäßig wird eine Programmversion 4 Jahre unterstützt und mit Updates versorgt – unabhängig davon, ob bereits neuere Ausgaben zur Verfügung stehen. Somit ist es nicht erstaunlich, dass Contao der Liebling vieler Online-Agenturen ist. Denn neben dem Thema Sicherheit und Planungssicherheit ist das System schlank, flexible und erweiterbar. Im Kern bringt Contao bereits alle Funktionen mit, die bei 90% der Websites notwendig sind. Eine von uns häufig verwendete Erweiterung ist der Custom Catalog, der aus Contao ein skalierbares System in Richtung PIM ermöglicht.

Wir haben damit z. B. Gebrauchtwagensuchen, Digitale Messen, Online-Reise-Kataloge oder sogar ein komplettes Konzern-Intranet realisiert. Die Vielzahl an integrierten Modulen erleichtert die Arbeit, sorgt für mehr Transparenz, schont Geldbeutel und Nerven. Mit der neuen Contao-Version sind vor allem im Bereich der SEO-Optimierung kleine und praktische Verbesserungen erfolgt. Die Mischung aus Template-Welt alla WordPress in Kombination mit einer TYPO3-ähnlichen Struktur und – wir lieben es – einem gut funktionierendem Frontend Editing, gewinnt Contao sowohl unter den Entwicklern, wie auch den Administratoren schnell Anhänger.

Fazit:

Webdesign und Webentwicklung mit Contao

Contao CMS sehen wir als optimale Lösung für mittelgroße Websites, wie sie überwiegend bei typischen B2B Unternehmen zum Einsatz kommen. Durch die relativ einfache Struktur und das Frontend-Editing eignet sich Contao auch sehr gut für Kunden, die Ihre Inhalte selbst pflegen wollen

Vorteile Contao
+ Sicherheit
+ Planungssicherheit (Versionszweige)
+ Performance
+ Stabilität
+ Flexibilität
+ Einfach

Nachteile Contao
- Websites mit vielen Sprachen sind nicht ideal abbildbar

Weitere Informationen zum Thema Webdesign
und Webentwicklung finden Sie hier:

Webdesign und Landingpages


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